Die Abteilung Gewichtheben stellt sich vor

Die Geburtsstunde des Gewichthebens in Schwarza schlug im Oktober 1983. Begonnen wurde gemeinsam mit den Boxern in einem Raum in Rudolstadt. Immer vorn mit dabei Uwe Mämpel, Jens Morgenroth und Marko Scherf, die auch heute noch der Abteilung als Aktive, Kampfrichter oder Übungsleiter zur Verfügung stehen.
Die Haupterfolge der letzten Jahre gehen im Seniorenbereich auf das Konto von Gabi und Klaus Förster. Dreimal wurde Gabi Europameisterin und im Jahr 1996 sogar Weltmeisterin der Seniorinnen. Ehemann und Trainer Klaus nimmt seit 1993 an internationalen Meisterschaften teil und erreichte neben dem Deutscher Meister 1995 mit der Bronzemedaille bei der EM 2000 und dem Vizeweltmeistertitel 2002 in Australien seine größten Erfolge. Die beiden Kinder Andreas und Susi stiegen 1993 in die Fußstapfen der Eltern, Andreas wurde 1996 Deutscher Vizemeister der C- Jugend.
Schwester Susi wurde seit 1998 fünfmal Deutsche Meisterin bei den Mädchen der C/ B und A- Jugend. Bei den Jugendeuropameisterschaften 2000 und 2001 belegte sie im Mehrkampf Platz 5 und 6 und ist seit dieser Zeit im C- Kader des Bundesverbandes.
Als Ausrichter von Meisterschaften hat sich die engagierte Truppe einen Namen gemacht. 9x richtete sie die Landesmeisterschaften der C und D- Jugend aus und mit der Durchführung der Internationalen Jugendmehrkampfmeisterschaft 1995 und der DM der B- Jugend 1999 übernahmen sie hochkarätige Wettkämpfe, die mit der Übergabe des Ehrentellers des BVDG honoriert wurden.
Letzter Höhepunkt der Wettkampforganisation war die kurzfristige Übernahme der Westdeutschen Mehrkampfmeisterschaft 2001.

Kraft, Schnelligkeit und Technik zeichnen gute Sportler aus:
Kraft, Schnelligkeit und Technik, auch der Grad der psychischen Belastbarkeit, sind die wesentlichen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Gewichtheber. Die Sportart besteht aus den Disziplinen Reißen und Stoßen. Die Gewichte, die der Aktive dabei zur Hochstrecke bringt, werden zu einer Zweikampf-Leistung (olympische Zweikampf) addiert. Ein Wettkampf beginnt immer mit dem Reißen. Jeder Gewichtheber hat insgesamt sechs Versuche, drei für jede Disziplin.

Reißen:
- ist die elegantere und technisch schwierigere der beiden Disziplinen. Hier kommt es nicht nur auf die Kraft, sondern auch auf Technik und Schnelligkeit an. Das Gewicht (Hantel) wird mit einem breiten Griff gefasst und muss ohne Pause nach oben „gerissen“ werden, so dass es auf den gestreckten Armen liegt.

Stoßen:
- Fachleute teilen diese Disziplin in zwei Phasen ein, das Umsetzen und Ausstoßen. Beim Umsetzen wird das Gewicht zunächst vom Boden zur Brust gezogen (umgesetzt). Wie beim Reißen springt der Athlet bei schweren Gewichten unter die Hantel um den Zugweg zu verkürzen. Anschließend stößt er die Last mit einem Ausfallschritt über den Kopf und fixiert diese, bis der Kampfrichter das Ab- Zeichen erteilt.

Mannschafts-Gewichtheben:
Eine Mannschaft besteht aus sechs Hebern, von denen jeder ein beliebiges Körpergewicht haben kann. Bei Mannschaftskämpfen gibt es eine sogenannte Relativ-Wertung. Das zur Hochstrecke gebrachte Gewicht wird in Bezug zum Körpergewicht des Athleten gewertet.