Judo: Erfolgreiche Jahresbilanz 2014

War das wieder spannend! Der vom Thüringer Judoverband (TJV) seit 2009 durchgeführte „Wettbewerb der Jugend“, in dem in allen Altersklassen die Wettkampfergebnisse eines Jahres erfasst und daneben auch die Breitensportaktivitäten und die Delegierungen zum Landesleistungsstützpunkt nach Jena bewertet werden, ist der derzeit objektivste Gradmesser für die Qualität der Vereinsarbeit in den Judovereinen des Freistaats. Und da konnten die Judokas des SV 1883 Schwarza einmal mehr sehr stolz auf sich sein. Nach dem sensationellen 2. Platz 2012 und dem immer noch sehr guten Platz 6 vor zwei Jahren gelang 2014 zum zweiten Male der Sprung unter die besten drei Judovereine Thüringens. Hinter dem unangefochtenen Primus Judoclub Jena, der die Konkurrenz seit 2009 anführt, und den in den letzten Jahren stark gewachsenen Freunden vom JSC Stotternheim belegten die Rudolstädter am Ende einen hervorragenden 3. Platz, nach dem sie fast das ganze Jahr über auf dem 4. Platz gelauert hatten. Dieser große Erfolg, wieder zu den besten Judovereinen Thüringens zu gehören, ist der Verdienst des ganzen Teams: von den Sportlern und Trainern über die Sponsoren, Förderer, Funktionäre und Eltern der Sportler. Dafür gebührt allen ein herzliches Dankeschön!

Die spektakulärsten Wettkampferfolge gab es zu Beginn und am Ende des Jahres 2014. Erneut konnte die am Olympiastützpunkt Leipzig trainierende Natalia Schauseil (U21) zeigen, dass sie zu den besten Kämpferinnen der Bundesrepublik gehört, indem sie im Frühjahr in Frankfurt/Oder Deutsche Vizemeisterin wurde. Leider spielte danach der Sächsische Judoverband eine undurchsichtige Rolle, in dem er den Vertrag mit dem erfolgreichen Landestrainer Martin Rumpf nicht verlängerte und diesen sogar vorzeitig vom Trainingsbetrieb freistellte. Schlagartig hörten die Erfolge der Leipziger U21-Kämpferinnen auf und auch Natalia konnte sich nicht mehr wie gewohnt in den internationalen Wettkämpfen in Szene setzen. Lediglich beim stark besetzten Europacup in St. Petersburg konnte sie sich mit einem sehr guten 5. Platz in die Ranglisten-Punktewertung der Europäischen Judounion (EJU) kämpfen. Erfreulicherweise gelang es ihr, sich auch für 2015 wieder sowohl für die Deutschen Meisterschaften der Frauen, als auch für diejenige der Juniorinnen (U21) zu qualifizieren.

Gegen Ende des Jahres 2014 gab es wieder ein Novum in der über 60-jährigen Schwarzaer Judogeschichte. Erstmals nahm mit dem U18-Team eine Schwarzaer Mannschaft an Deutschen Meisterschaften teil. Vincent Giller, Aaron Konopatzki, Jonas Schwarz, Jonas Neumann, Johannes Limmer sowie Arne Martin, verstärkt durch die Gastkämpfer Jonas Deregowski (Stotternheim), Thomas Gubert (Heiligenstadt) und Fabian Meyer (Gotha) qualifizierten sich hierfür durch einen souveränen Sieg bei den Thüringer Meisterschaften und einen hart umkämpften zweiten Platz bei den Mitteldeutschen Titelkämpfen. Platz 12 bei ihrer ersten Teilnahme ist für die noch sehr junge Mannschaft Motivation, im nächsten Jahr wieder anzugreifen und mit gewachsenen Erfahrungen deutschlandweit für Furore zu sorgen. Im „Windschatten“ der „Großen“ liefen auch die Jungen der U15 (Sören Spangenberg, Martin Limmer, Jonas Herlitze, Aaron Konopatzki, Jonas Schwarz) zu starker Form auf und erkämpften sich im Rahmen einer Kampfgemeinschaft mit den Freunden des JC Jena Gold bei den Thüringer und Bronze bei den Mitteldeutschen Meisterschaften.

Auch in den Monaten dazwischen spielten die Schwarzaer bei diversen Meisterschaften und Wettkämpfen eine starke Rolle, wobei hier aus Platzgründen nur wenige genannt werden können: Lisa Zey (U21) feierte nach langer Verletzungspause ein großes Comeback und wurde Mitteldeutsche Meisterin. Vincent Giller (U18) hatte sich durch seinen Mitteldeutschen Meistertitel erstmals für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert und belegte dort als jüngster Jahrgang einen tollen 5. Platz. Beim Bundessichtungsturnier in Herne erkämpfte er einen hervorragenden Silberrang. Johannes Limmer (U18) holte Bronze beim Internationalen Messecup in Erfurt. Sören Spangenberg (U15) wurde Thüringer Landesmeister vor Martin Limmer. Bei den Mitteldeutschen Meisterschaften belegte er den Silberrang. Aaron Konopatzki wurde mit einer starken Vorstellung überraschender Dritter. Die Jungenmannschaft der U13 wurden Thüringer Landesmeister. Die U13-Mädchen belegten den Bronzerang. Niklas Baier (U13) und Amelie Giller gewannen den 9. Rudolstädter Heidecksburgpokal, den die Schwarzaer auch im letzten Jahr wieder erfolgreich ausrichteten und an dem über 200 Aktive teilnahmen.

Mit Sören Spangenberg und Martin Limmer delegierten die Schwarzaer wiederum zwei hoffnungsvolle Talente nach Jena zum Landesleistungsstützpunkt. Auch sie zeigen, dass Schwarza zu Recht seit Jahren zu den offiziellen Schwerpunktvereinen des TJV gehört.

Der Leistungssport wäre aber nichts ohne die Basis des Breitensports. Judosportabzeichen und Judo-Safari standen genauso im Fokus der Vereinstätigkeit wie die regelmäßigen Trainingsangebote an Neu- oder Quereinsteiger jeglichen Alters, die Lust an der Sportart Judo haben oder einfach neugierig sind. Natürlich kommt in diesem Zusammenhang auch die gemeinsame Ferienfreizeit nicht zu kurz. So wurden auch 2014 wieder u.a. die schon traditionellen Ferienlager in Meura und Kloster durchgeführt, die den Teilnehmern viel Freude bereiteten. Solche Maßnahmen wird es sicherlich auch in diesem Jahre wieder geben.

Auch im Jahre 2015 wird der TJV zudem erneut den „Wettbewerb der Jugend“ veranstalten. Der SV 1883 Schwarza hat dabei einen Podestplatz zu verteidigen!

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