1883iger kehren nach dem Abstieg 2012 ins Oberhaus zurück!

Drei Spiele, 9 Punkte vor und ein Torpolster von 15 war die Superausgangsposition vor dem Auswärtsspiel in Kamsdorf. Für viele alles schon klar aber,  aber im Fußball passiert so einiges und das wollte man gegen den TSV klar machen. Es war eine würdige Spitzenbegegnung mit Gefühlseinlagen von Freude bis Trauer, von nervenaufreibenden Einlagen bis zu Jubeleinlagen, die den menschlichen Verstand völlig ausblendeten.
Es sind eben die schönsten Momente in einem Fußballerleben, die man in solchen Augenblicken durchleben darf, egal in welcher Spielklasse.
Das Spiel in Kamsdorf war von Anfang an eine spannende und umkämpfte Begegnung. Die Zollhäuser wollten es noch einmal wissen und verlangten der Schwarzaer Mannschaft alles ab, die aber zunächst besser ins Spiel fanden, als der Gastgeber. Backhaus mit einer Flanke auf Geißenhöhner verfehlte das Tor. Der Zollhäuser Richter umspielt Gritzan, flankt auf Stoll, der aus sehr guter Position kläglich vergibt. Schwarza zielstrebig nach vorn über Drehmann, der Heinlein in Schussposition bringt, knapp vorbei. Es war schon Feuer in der Begegnung, so Freistoß durch Mann auf Heinlein, dessen Ball konnte noch zur Ecke abgewehrt werden. Wieder Backhaus über die rechte Seite, Flanke auf Heinlein, knapp vergeben. In der 27. SPM klärt Geißler souverän in der Abwehr, spielt einen langen Ball auf  Heinlein, der zu Geißenhöhner weiterleitet, der mit Vollspann das hochumjubelte 0:1 für die Gemeindetaler erzielt. Alles lief nach Plan und man hatte nun schon ein Polster von zwei Toren, denn ein Unentschieden reichte ja ebenfalls. Schwarza sucht weiter die Offensive, wusste aber um die Gefährlichkeit durch Spielmacher Buschmann und seinen Mitspielern. Kazmierczak hält stark gegen Gross. In der 38. SPM setzt sich Heinlein gut durch, wird gefoult, aber kein Pfiff von Schiri Scheit. In der 39. SPM ist Zollhaus durch, der Linienrichter hebt die Fahne, worauf alle das Spiel einstellen, vor allem die Schwarzaer Abwehr. Der Linienrichter nimmt die Fahne wieder runter und Zollhaus ist zuerst am Ball - 1:1 Ausgleich. Jetzt gab es natürlich Stimmung und Hektik vom Allerfeinsten. Schwarza sah sich regelrecht verarscht und verstand nicht, warum der Schiri die Fahne nach einigen Sekunden wieder runter nahm und der Schiri die Abseitsstellung nicht pfiff. Sportfreund Scheit meinte: „Ich habe die letzte Entscheidung zu pfeifen oder nicht.“, dass verstand natürlich keiner und man fragte sich, wozu haben wir dann Linienrichter? Klar war das in dieser Konstellation für die 83iger haarsträubend. Die Begegnung wurde nach wenigen Momenten vom Anstoßpunkt fortgesetzt. Schwarza völlig orientierungslos und nicht bei der Sache wurde jetzt noch kalt erwischt, denn wiederum konnte der Schütze Gross zum Ausgleich das 2:1 für Zollhaus erzielen. Jetzt waren alle am Boden zerstört und man sah dunkelgraue Bilder vor den Augen. Der Pfiff zur Pause war wichtig, um sich wieder zu sammeln und sich auf die zweiten fünfundvierzig Minuten neu zu motivieren.
Selbst in der Pause diskutierte man in der Runde, warum der Linienrichter die Fahne wieder herunter genommen hat und warum der Schiri nicht gepfiffen hat. Es war schon viel Gesprächsstoff in der Halbzeit zu hören, aber es gab ja noch eine Halbzeit.






Schwarza zu Beginn der Halbzeit mit Möglichkeiten von Freistoß Pezold in die Mauer, Drehmanns Schuß wird gehalten, Freistoß Geißler geklärt zur Ecke, Eckball – Backhaus knapp vorbei. 52. SPM ist Zollhaus im Angriff ein langer Ball auf den Stürmer, der mit Gritzan zusammen knallt, Gritzan bleibt liegen, Kazmierczak pariert großartig. In der 58. SPM wieder Freistoß für Zollhaus, Kazmierczak verschätzt sich, der Ball geht knapp vorbei. Nervenkitzel pur und die Anspannung wird schlimmer, aber es ist ja noch Zeit. Wieder mehrere Eckbälle und Freistöße für Backhaus und Vogel, der Treffer wollte nicht fallen. Viele Fans in der Runde zitterten mit und feuerten die Mannschaft an. Ein schöner Spielzug über Geißenhöhner, Vogel und Backhaus, der auf Heinlein durchsteckt, dessen Direktschuss wird zur Ecke abgefälscht. Heinlein schießt die Ecke, Pezold mit dem Kopf knapp drüber. Trainer Schneider wechselt in der 66. SPM Miclo für Geißenhöhner ein. Es sollte wieder der richtige Riecher von Schneider gewesen sein. 68. SPM - der eingewechselte Miclo setzt sich überragend durch, schießt auf die lange Ecke, Schlussmann Kusebauch kann nur abklatschen und Voooogel steht goldrichtig und trifft zum 2:2. Das war natürlich mehr als eine Erlösung, es war unglaublich stark und setzte wieder neue Kräfte frei. Schwarza spielte nun wieder etwas befreiter und man zog sich auch nicht zurück, sondern wollte noch den Sieg. Backhaus, Vogel, Pezold mit weiteren Möglichkeiten, aber nicht Zählbares konnte auf das Konto der Schwarzaer umgesetzt werden. Schneider brachte noch Glaser für Drehmann, auch wieder ein positiver Schachzug, Glaser ist schnell und kann die Zweikämpfe zerstören und genau das klappte so. Heinleins Freistoß fliegt durch die gesamte Zollhäuser Abwehr, kein Schwarzaer kommt zum Einschuss. In der 88. SPM war es Miclo vergönnt, der Schwarza mit einem satten Torschuss endgültig in die Kreisoberliga schoss.
Der Jubel war  grenzenlos. Wenige Minuten später gab es den Abpfiff und Schwarza stürmte den Platz, die Freude war riesig, die Bierdusche angenehm, die Freudentränen liefen und alle lagen sich in Armen. Stolz trug man das Tshirt mit der Aufschrift „Doppelaufstieg SV 1883 Schwarza“, das gab es das letzte Mal 1996.
Danke an alle Fans, die uns unterstützt haben, um diesen tollen Erfolg für den Verein zu erreichen. Bis tief in die Morgenstunden wurden die Chemielieder rauf und runter gesungen, wenn nicht irgendwann die Müdigkeit gekommen wäre, würden sie wohl heute noch singen.
Am kommenden Wochenende kommt es nun zum letzten Heimspiel im Gemeindetal. Hier will man nach Spielende mit allen Spielern der 1./2. Mannschaft und  Ü 35 die Saison ausklingen lassen. Das wichtigste an diesem Tag wird sein, dass ihr Fans, Freunde, Familie, Übungsleiter, Helfer und Gönner des SV 1883 Schwarza alle mit dabei seid! Wir wollen mit Euch zusammen feiern und uns für die Unterstützung bedanken.

Der SV 1883 Schwarza spielte mit
Kazmierczak – Gritzan, Pezold, Vogel, Backhaus, Geißler, Heinlein, Drehmann (80. Glaser), Geißenhöhner (66. Miclo), Mann (90. Rittirsch)

Auf der Bank saßen noch:
Bresigke, Schwalm, Oschmann und „Sven“ Säuberlich

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